Wolfsburg grillt sich auf Platz 57

Der gestern erschienene „Deutschlands Grill-Index 2026“ von kaufDA zeigt, wie grillbegeistert die Menschen in den 150 größten deutschen Städten sind. Dafür wurden anonymisierte Nutzerdaten der kaufDA-App von Mai bis Ende Juli 2026 ausgewertet. Im Mittelpunkt stand die Frage: Wie häufig interessieren sich die Nutzer für Grillangebote – von Fleisch und Veggie-Produkten bis zu Grills und Zubehör?

Und Wolfsburg kann sich durchaus sehen lassen: Platz 57 von 150 Städten und ein Grillfaktor von 2,6 Prozent. Damit liegen wir sogar leicht über dem bundesweiten Durchschnitt von 2,48 Prozent.

Ein Blick auf unsere Nachbarstädte macht das Ergebnis noch interessanter:

Stadt Ranking Grillfaktor Fleisch/BBQ Veggie Grillgeräte
Wolfsburg 57 2,6% 33,0% 9,9% 35,0%
Braunschweig 99 2,3% 36,8% 12,7% 26,7%
Salzgitter 139 2,0% 36,3% 11,4% 31,1%

Damit geht der regionale Grillpokal zumindest nach dem Grillfaktor eindeutig an Wolfsburg. Braunschweig hat allerdings beim Fleisch- und BBQ-Anteil die Nase vorn: 36,8 Prozent der Grill-bezogenen Klicks entfielen dort auf Fleisch und BBQ-Angebote. Auch beim Veggie-Anteil liegen die Braunschweiger mit 12,7 Prozent deutlich vor Wolfsburg.

Wer jetzt denkt, Platz 57 sei schon beeindruckend, sollte einen Blick nach Garbsen werfen. Die niedersächsische Stadt hat den Grill-Index geradezu auf Anschlag gedreht und landet mit einem Grillfaktor von 3,55 Prozent auf Platz 1. Damit liegt Garbsen deutlich vor Fulda (3,46 Prozent) und Iserlohn (3,38 Prozent).

Am anderen Ende der Tabelle findet sich Ludwigsburg mit einem Grillfaktor von nur rund 1,7 Prozent. Zwischen Grill-Paradies und Grill-Muffel liegen also Welten.

Natürlich ist der Grill-Index keine wissenschaftliche Untersuchung darüber, was tatsächlich auf den Tellern landet. KaufDA hat Klicks auf Angebote ausgewertet. „Aber eines zeigt die Untersuchung trotzdem sehr schön: Grillen gehört zum sommerlichen Leben dazu – und dafür braucht es Platz,“ so der Geschäftsführer Adam Ciemniak vom Wolfsburg Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein.

„Garten, Terrasse und Balkon sind längst nicht mehr nur „Außenflächen“. Gerade im Sommer werden sie zum zweiten Wohnzimmer: Hier wird gegessen, gespielt, entspannt, gearbeitet, gefeiert – und natürlich gegrillt,“ betont Ciemniak die Wichtigkeit von dieser Wohnraumerweiterung.

Das gilt für Wolfsburg ganz besonders. Als vergleichsweise junge Stadt mit vielen Ein- und Zweifamilienhäusern sowie zahlreichen Wohnanlagen mit Gärten, Terrassen und Balkonen bietet Wolfsburg vielen Menschen die Möglichkeit, ihren Wohnraum nach draußen zu erweitern.

Doch auch hier gilt: Wo Menschen eng zusammenleben, ist Rücksicht gefragt. Rauch und Gerüche können schnell zum Streitpunkt werden. „Wer einen Grillabend plant, sollte deshalb auf einen geeigneten Standort, ausreichend Abstand und die Nachbarschaft achten,“ so Ciemniak abschließend.

Denn ein gelungener Grillabend endet idealerweise mit einem vollem Magen und leeren Teller – und nicht mit Nachbarschaftsstreitigkeiten.

Hier gelangen Sie zur gesamten Studie: https://www.kaufda.de/insights/deutschlands-grill-index/

Bild: KI generiert