Müllgebühren: Wolfsburg erneut unter günstigsten Städten

Wolfsburg gehört auch 2026 zu den Städten mit vergleichsweise niedrigen Müllgebühren. Das aktuelle Müllgebührenranking des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Consult) im Auftrag von Haus & Grund Deutschland führt Wolfsburg auf Platz 7 von 100 untersuchten Großstädten. Damit bleibt die Stadt bundesweit in der Spitzengruppe – auch wenn sie im Vergleich zum vorherigen Ranking von Platz 3 auf Platz 7 zurückgefallen ist.

Für den Vergleich wurde ein einheitlicher Musterhaushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern zugrunde gelegt. Betrachtet werden Restmüll, Biomüll, Sperrmüll und Altpapier. Da sich die kommunalen Systeme bei Abholrhythmus und Service unterscheiden, werden die Ergebnisse in einem Gesamtindex zusammengeführt. Wolfsburg erreicht dabei einen Indexwert von 129,0. Je höher der Indexwert, desto niedriger sind die im Vergleich angesetzten Müllgebühren.

Besonders deutlich wird die Position Wolfsburgs beim 14-tägigen Teilservice: Hier landet Wolfsburg mit errechneten jährlichen Gebühren von 175,70 Euro für den Musterhaushalt auf Platz 2 aller untersuchten Städte. Nur Schwerin liegt in dieser Kategorie mit 169,10 Euro noch darunter.

„Für Eigentümer und Mieter sind die Müllgebühren ein Teil der Wohnkosten. Deshalb ist es erfreulich, dass Wolfsburg auch in diesem Jahr bundesweit so weit vorne liegt. Platz 7 zeigt, dass unsere Stadt im Vergleich zu vielen anderen Großstädten mit den Gebühren verantwortungsvoll umgeht“, sagt Adam Ciemniak, Geschäftsführer des Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümervereins Wolfsburg und Umgebung (HWG).

Gleichzeitig zeigt die Studie, dass die Gebührenentwicklung bundesweit genau beobachtet werden sollte. In den 100 untersuchten Städten sind die Abfallgebühren gegenüber der vorherigen Untersuchung im Durchschnitt um rund 13 Prozent auf 351 Euro jährlich gestiegen. Nur in elf Städten liegen die realen Jahresgebühren heute niedriger als vor vier Jahren.

Blick auf die Nachbarstädte

Auch der Vergleich mit den unmittelbaren Nachbarn ist interessant: Braunschweig liegt im Gesamtindex auf Platz 25, mit einem Indexwert von 115,5. Im Vergleich zu 2022 bedeutet das eine Verbesserung um drei Plätze. Beim 14-tägigen Vollservice werden für Braunschweig 286,40 Euro jährlich angesetzt.

Salzgitter liegt auf Platz 78 und erreicht einen Indexwert von 86,7. Beim 14-tägigen Teilservice werden dort 346,30 Euro jährlich angesetzt. Damit zeigen sich innerhalb der Region deutliche Unterschiede bei den kommunalen Abfallgebühren.

„Der Blick auf die Nachbarstädte macht deutlich, wie unterschiedlich die Gebührenmodelle kommunal ausfallen können. Gerade deshalb sind transparente und nachvollziehbare Gebührenordnungen wichtig. Am Ende geht es nicht nur um eine gute Platzierung in einem Ranking, sondern um die konkrete Belastung der Menschen, die in unserer Stadt wohnen“, so Ciemniak weiter.

Das Müllgebührenranking 2026 untersucht die 100 einwohnerstärksten Städte Deutschlands. Helmstedt und Gifhorn werden daher in der Studie nicht berücksichtigt. Die Untersuchung basiert auf den jeweils aktuellen Abfallwirtschafts- und Abfallgebührensatzungen der Städte sowie ergänzenden Informationen der kommunalen Entsorgungsunternehmen. Für fehlende Vergleichswerte werden teilweise Annahmen und Näherungen verwendet.

 

Quelle: IW Consult GmbH im Auftrag von Haus & Grund Deutschland, Müllgebührenranking 2026.

Foto von Manfred Richter (Pixabay)